Natürliche Ansätze bei Kniearthrose im Jahr 2026

Kniearthrose ist eine verbreitete degenerative Gelenkerkrankung in Deutschland. Ab 2026 rücken natürliche Behandlungsmethoden wie Bewegung, pflanzliche Mittel und Ernährung verstärkt in den Fokus. Dieser Artikel bietet aktuelle Einblicke in nicht-medikamentöse Ansätze bei Kniearthrose.

Natürliche Ansätze bei Kniearthrose im Jahr 2026

Pflanzliche Mittel bei Kniearthrose

In der Behandlung von Kniearthrose werden in Deutschland verschiedene pflanzliche Präparate eingesetzt. Dazu zählen insbesondere Extrakte aus der Teufelskralle (Harpagophytum procumbens), die entzündungshemmende Eigenschaften aufweisen können. Studien zeigen erste Anzeichen einer Schmerzlinderung meist nach einem Anwendungszeitraum von etwa zwölf Wochen, wobei wissenschaftliche Befunde unterschiedlich interpretiert werden.

Die Verträglichkeit der Teufelskralle gilt in der Regel als gut, dennoch sollten mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, etwa bei bestehenden Vorerkrankungen wie Gallensteinen, beachtet werden. Eine ärztliche Begleitung während der Anwendung ist empfehlenswert.

Weitere pflanzliche Präparate, wie bestimmte Salben mit Arnika oder andere Extrakte, werden in der äußerlichen Behandlung genutzt. Ihre Wirksamkeit basiert hauptsächlich auf traditionellen Erfahrungswerten; belastbare klinische Studien sind eingeschränkt vorhanden.

Hinweise zur Anwendung

Pflanzliche Mittel können oft ergänzend zur konventionellen Therapie eingesetzt werden. Eine umfassende ärztliche Bewertung ist ratsam, um mögliche Risiken und Wechselwirkungen auszuschließen. Die alleinige Verwendung sollte kritisch geprüft werden, da Arthrose eine komplexe Erkrankung mit multifaktoriellen Ursachen ist.

Bewegung und Physiotherapie

Aktuelle Übersichtsarbeiten aus dem Jahr 2025 betonen die Bedeutung von Bewegungstherapien bei Kniearthrose. Maßnahmen wie hydrotherapeutische Anwendungen (Wassertherapie), individuell angepasste Übungen und die Verwendung von Knieorthesen zeigen sich als besonders wirkungsvoll.

Bewegung kann dazu beitragen, Schmerzen zu reduzieren, die Gelenkfunktion zu verbessern und die Mobilität zu erhalten. In Deutschland bieten physiotherapeutische Einrichtungen therapeutisch begleiteten Bewegungsprogramme an, die auf die Bedürfnisse der Betroffenen abgestimmt sind.

Knieorthesen

Kniebandagen oder Orthesen können die Gelenkstabilität unterstützen und helfen, die Belastung zu reduzieren. Studien legen nahe, dass diese Hilfsmittel Schmerzen verringern und die Beweglichkeit fördern können. Die Auswahl sollte auf individueller Basis erfolgen und idealerweise unter Einbeziehung von Fachpersonal.

Hydrotherapie

Wassertherapeutische Maßnahmen wie Bewegungsübungen im warmen Wasser gelten ebenfalls als hilfreiche ergänzende Therapie. Das Wasser entlastet das Gelenk und ermöglicht eine schmerzärmere Bewegungsausführung.

Ernährung und Lebensstil

Eine ausgewogene Ernährung spielt eine unterstützende Rolle bei der Behandlung von Kniearthrose. In Deutschland wird die Bedeutung einer entzündungshemmenden Ernährung diskutiert, die reich an Obst, Gemüse, Omega-3-Fettsäuren und moderat an Kohlenhydraten ist.

Übergewicht gilt als wesentlicher Risikofaktor für die Entwicklung und Verschlechterung von Kniearthrose. Eine Gewichtsreduktion kann daher die Belastung des Kniegelenks vermindern und Beschwerden reduzieren.

Typische Kosten in Deutschland (2026)

Die Kosten für nicht-medikamentöse Behandlungsansätze bei Kniearthrose können variieren:

  • Basisoption: Etwa 20 bis 50 Euro für rezeptfreie pflanzliche Präparate oder einfache Kniebandagen.
  • Standardoption: Ungefähr 50 bis 150 Euro für physiotherapeutische Behandlungen und spezialisierte Knieorthesen.
  • Premiumoption: In der Regel 150 bis 400 Euro für individuelle Therapieprogramme, einschließlich Hydrotherapie und maßgefertigten Orthesen.

Die Kostenübernahme durch Krankenkassen hängt vom Einzelfall sowie der jeweiligen Therapie und Indikation ab.

Zusammenfassung

Kniearthrose ist eine komplexe Erkrankung, die in Deutschland zunehmend mit natürlichen und unterstützenden Methoden behandelt wird. Pflanzliche Mittel, gezielte Bewegungstherapie sowie Ernährungsanpassungen ergänzen die konventionellen Behandlungsansätze. Die wissenschaftliche Evidenz zu einzelnen Anwendungen variiert, sodass eine ärztliche Begleitung in der Therapieplanung wichtig bleibt.

Literaturhinweise

  • PLOS ONE, September 2025: Analyse zu nicht-medikamentösen Therapien bei Kniearthrose.
  • Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU): Leitlinien Arthrose 2026.
  • Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): Informationen zu pflanzlichen Arzneimitteln.
  • Physiopedia: Evidenzbasierte Ressourcen zur Physiotherapie bei Arthrose.