Auswahl und Lagerung von Brennholz in Deutschland

Brennholz spielt in Deutschland weiterhin eine wichtige Rolle als erneuerbare Energiequelle für Heizungen und Kamine. Die Auswahl der richtigen Holzart sowie eine sachgerechte Lagerung sind entscheidend für eine effiziente und umweltfreundliche Verbrennung. Im Folgenden werden wichtige Aspekte für 2026 erläutert.

Auswahl und Lagerung von Brennholz in Deutschland

Verschiedene Holzarten und ihre Eigenschaften

In Deutschland werden unterschiedliche Holzarten als Brennholz verwendet, die sich durch Brenndauer, Heizwert und Verbrennungsverhalten unterscheiden. Harthölzer wie Buche und Eiche besitzen einen hohen Heizwert und eine lange Brenndauer, weshalb sie häufig für Dauerbrandöfen und Kamine empfohlen werden. Weichhölzer wie Fichte und Kiefer zünden schneller und eignen sich gut als Anzündholz oder zur Ergänzung von Harthölzern. Zudem enthalten Weichhölzer meist Harze, die bei der Verbrennung mehr Ruß verursachen können.

Heizwert und Feuchtigkeit

Der Heizwert von Holz ist stark von der Holzart und dem Feuchtigkeitsgehalt abhängig. Frisches Holz enthält meist 40 bis 60 Prozent Wasser und muss vor der Verwendung mindestens zwei Jahre an einem luftigen und trockenen Ort gelagert werden, um den Feuchtigkeitsgehalt auf unter 20 Prozent zu senken. Nur gut getrocknetes Holz ermöglicht eine effiziente und emissionsarme Verbrennung.

Richtige Lagerung von Brennholz

Die Lagerung spielt eine entscheidende Rolle für die Qualität des Brennholzes. Folgende Punkte sind dabei zu beachten:

  • Trocken und luftig lagern: Das Holz sollte an einem trockenem Ort mit ausreichender Luftzirkulation gelagert werden, um die Feuchtigkeit entweichen zu lassen.
  • Überdacht stapeln: Ein Unterstand oder eine Überdachung schützt das Holz vor Regen und Schnee.
  • Holzstapel auf Abstand: Der Boden sollte nicht direkt feucht sein, daher empfiehlt sich eine Unterlage aus Paletten oder Steinen, damit keine Bodennässe aufsaugt.
  • Sonnige Standorte bevorzugen: Sonnenlicht unterstützt den Trocknungsprozess.

Eine gute Lagerung über mehrere Jahre verbessert nicht nur den Brennwert, sondern reduziert auch die Bildung von Schadstoffen beim Abbrand.

Typische Kosten in Deutschland (2026)

Bei der Planung des Brennholzeinkaufs sind die Kosten ein wichtiger Faktor, die jedoch je nach Holzart und Qualität stark variieren:

  • Einfache Optionen: Weichhölzer wie Fichte und Kiefer liegen in etwa im Bereich von ca. 70 bis 110 Euro je Raummeter. Diese eignen sich vor allem als Anzündholz oder für kurze Heizzeiten.
  • Standardoptionen: Harthölzer wie Buche kosten meist zwischen 90 und 140 Euro je Raummeter. Sie bieten ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Brennwert und Brenndauer.
  • Premiumoptionen: Eiche kann mit 100 bis 160 Euro pro Raummeter als teurer eingeschätzt werden, liefert dafür eine lange und gleichmäßige Wärmeabgabe.

Diese Preisangaben dienen nur zur Orientierung und können regional unterschiedlich ausfallen. Zudem beeinflussen Trocknungsgrad, Holzqualität und Bezugsquelle die Preise.

Umwelt- und Sicherheitsaspekte

Die Verbrennung von Brennholz gehört zu den erneuerbaren Energien, trägt jedoch nur dann zur CO2-Reduktion bei, wenn das Holz nachhaltig geschlagen und ausreichend getrocknet ist. Feuchtes oder minderwertiges Holz erzeugt mehr Schadstoffe wie Feinstaub und Kohlenmonoxid. Aus diesem Grund empfehlen Fachstellen in Deutschland, nur gut abgelagertes und schadstoffarmes Holz zu verwenden.

Darüber hinaus sollten Brennholzöfen und Kamine regelmäßig gewartet und gereinigt werden, um Emissionen gering zu halten und die Sicherheit im Haushalt zu gewährleisten.

Fazit

Für eine effiziente Nutzung von Brennholz in Deutschland im Jahr 2026 ist die Wahl der richtigen Holzart ebenso wichtig wie die sachgerechte Lagerung. Harthölzer bieten in der Regel bessere Brennwerte und längere Brenndauer, während Weichhölzer als Anzündhilfen genutzt werden können. Eine trockene Lagerung mit ausreichend Luftzirkulation verhindert Qualitätsverluste und erhöht die Umweltverträglichkeit der Holzverbrennung.