Ursachen und Behandlung einer laufenden Nase 2026

Eine laufende Nase ist ein häufiges Symptom mit verschiedenen Ursachen. In Österreich leiden viele Menschen besonders in der kalten Jahreszeit oder bei Allergien daran. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und umfasst sowohl Hausmittel als auch ärztliche Therapien.

Ursachen und Behandlung einer laufenden Nase 2026

Ursachen einer laufenden Nase

Eine laufende Nase (Rhinorrhoe) ist ein Symptom, das durch verschiedene Faktoren verursacht werden kann. Dazu zählen infektiöse Erkrankungen wie Erkältungen oder Grippe, allergische Reaktionen, nicht-allergische Rhinitis und Umwelteinflüsse.

Infektiöse Ursachen

In Österreich treten insbesondere während der Herbst- und Wintermonate viele virale Infekte des oberen Atemtrakts auf. Virusinfektionen führen zu einer Entzündungsreaktion der Nasenschleimhaut, die vermehrt Schleim produziert. Dabei kann der wässrige Ausfluss zu Beginn dominant sein, später kommt häufig zäherer Schleim dazu.

Allergische Rhinitis

Bei der allergischen Rhinitis, oft auch als Heuschnupfen bezeichnet, reagiert das Immunsystem auf bestimmte Allergene wie Pollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare. In Österreich ist Heuschnupfen weit verbreitet, insbesondere in Frühling und Sommer. Die Symptome umfassen neben der laufenden Nase auch Niesen, Juckreiz und Nasenverstopfung.

Nicht-allergische Rhinitis

Die nicht-allergische Rhinitis (NAR) beschreibt eine dauerhafte oder wiederkehrende Nasenlaufstörung, die nicht durch Allergien oder Infektionen bedingt ist. Ursachen können Umweltreize wie kalte Luft, Temperaturwechsel, Chemikalien oder psychische Belastungen sein. In Österreich sind etwa 5–8 % der Bevölkerung betroffen.

Weitere Ursachen

  • Anatomische Veränderungen, z.B. Nasenscheidewandverkrümmung
  • Chronische Nebenhöhlenentzündung
  • Bestimmte Medikamente als Nebenwirkung
  • Hormonelle Veränderungen, etwa in der Schwangerschaft

Hausmittel zur Linderung

Viele Betroffene greifen auf Hausmittel zurück, um die Symptome einer laufenden Nase zu mildern. Diese Methoden haben vor allem den Zweck, die Nasenschleimhaut zu befeuchten, die Durchblutung zu fördern und Sekrete zu lösen.

Inhalation von Wasserdampf

Das Einatmen von warmem Wasserdampf kann die Nasenschleimhäute befeuchten und die Sekretlösung unterstützen. In Österreich wird empfohlen, während einer Erkältung regelmäßig zu inhalieren. Ätherische Öle wie Eukalyptus oder Pfefferminze können hinzugefügt werden, wobei deren Wirkung wissenschaftlich nicht eindeutig belegt ist.

Flüssigkeitszufuhr

Ausreichendes Trinken von warmen Getränken wie Kräutertees (z.B. Kamille oder Ingwer) kann die Schleimhäute von innen befeuchten und das allgemeine Wohlbefinden unterstützen.

Nasenspülungen

Das Spülen der Nase mit einer isotonischen Kochsalzlösung ist eine bewährte Methode, die in Österreich häufig angewandt wird. Sie hilft, Allergene, Viren und irritierende Stoffe zu entfernen und die Nasenschleimhaut zu beruhigen. Nasenduschen sind in Apotheken erhältlich oder können selbst mit einer Lösung aus Salz und Wasser zubereitet werden.

Luftbefeuchtung

In Innenräumen kann eine erhöhte Luftfeuchtigkeit durch Luftbefeuchter das Austrocknen der Nasenschleimhaut verhindern. In den Heizperioden in Österreich ist dies besonders relevant, da trockene Luft die Schleimhäute zusätzlich reizt.

Schonung und Ruhe

Genügend Schlaf und körperliche Schonung unterstützen das Immunsystem, vor allem bei infektiösen Ursachen der laufenden Nase.

Medizinische Behandlungsmöglichkeiten

Wenn Hausmittel allein nicht ausreichen, können medizinische Maßnahmen helfen. Dabei ist es entscheidend, die genaue Ursache einer laufenden Nase zu diagnostizieren, um die Behandlung darauf abzustimmen.

Antihistaminika

Diese Medikamente blockieren die Wirkung von Histamin, das bei allergischen Reaktionen vermehrt ausgeschüttet wird. Antihistaminika können in Österreich rezeptfrei in Apotheken erhältlich sein, sollten aber nach Rücksprache mit einem Arzt verwendet werden, um Wechselwirkungen oder Nebenwirkungen auszuschließen.

Kortikosteroide (Nasensprays)

Nasale Kortikosteroide wirken entzündungshemmend und können bei allergischer oder chronisch-entzündlicher Rhinitis eingesetzt werden. Die Anwendung erfolgt in der Regel über einen bestimmten Zeitraum und unter ärztlicher Anleitung.

Abschwellende Nasensprays

Diese können bei starker Nasenverstopfung kurzfristig eingesetzt werden, sollten aber maximal einige Tage genutzt werden, da sonst ein Gewöhnungseffekt mit verstärktem Schnupfen droht (Rebound-Effekt).

Diagnostik beim Facharzt

Bei unklaren oder chronischen Beschwerden ist eine Untersuchung durch einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt ratsam. Dies gilt insbesondere zur Abklärung nicht-allergischer Rhinitiden oder wenn andere Erkrankungen ausgeschlossen werden sollen. In einigen Fällen sind allergologische Tests oder bildgebende Verfahren der Nasennebenhöhlen notwendig.

Präventive Maßnahmen

Um einer laufenden Nase vorzubeugen, können verschiedene Strategien hilfreich sein:

  • Vermeidung bekannter Allergene
  • Regelmäßige Nasenpflege mit Kochsalzlösungen
  • Schutz vor kalter oder trockener Luft
  • Ausgewogene Ernährung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr

Typische Kosten in Österreich (2026)

Im Rahmen einer Behandlung einer laufenden Nase können folgende Kosten entstehen, abhängig von den ausgewählten Maßnahmen:

  • Hausmittel und allgemeine Pflege: Meist kostenfrei oder minimal, z.B. Kosten für Zutaten wie Salz, Kräutertee oder einen Luftbefeuchter, die zwischen 10 und 100 Euro variieren können.
  • Apothekenprodukte (Nasensprays, Antihistaminika): Preise liegen häufig zwischen 5 und 30 Euro, abhängig von Wirkstoff und Packungsgröße.
  • Fachärztliche Untersuchungen (HNO-Arzt): Je nach Versicherungsstatus und Art der Untersuchung können Kosten zwischen 20 und 100 Euro anfallen, wobei in Österreich Kassenpatienten im Allgemeinen durch das Gesundheitssystem abgesichert sind.
  • Weiterführende Diagnostik (Allergietests, Bildgebung): Diese können mehrere hundert Euro kosten, sofern sie nicht von der Krankenkasse übernommen werden.

Zusammenfassung

Eine laufende Nase kann viele Ursachen haben und erfordert eine differenzierte Betrachtung. In Österreich stehen verschiedene Hausmittel und medizinische Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, die abhängig von der Diagnose eingesetzt werden. Prävention und angemessene Pflege spielen darüber hinaus eine wichtige Rolle bei der Vermeidung und Linderung der Beschwerden.