Psoriasis-Arthritis Symptome und Behandlung bei Senioren 2025

Wussten Sie, dass Psoriasis-Arthritis auch im Alter auftreten kann und oft unspezifische Symptome zeigt? Erfahren Sie, wie Sie Gelenkschwellungen und Hautveränderungen richtig deuten und welche Behandlungswege Ihnen helfen, Schmerzen zu lindern und Gelenkschäden vorzubeugen.

Psoriasis-Arthritis Symptome und Behandlung bei Senioren 2025

Was ist Psoriasis-Arthritis und wodurch wird sie verursacht?

Psoriasis-Arthritis entsteht durch eine Fehlreaktion des Immunsystems, das gesunde Hautzellen und Gelenkstrukturen angreift. Bei der Psoriasis (Schuppenflechte) kommt es zu einer stark beschleunigten Vermehrung der Hautzellen: Während sich gesunde Hautzellen normalerweise innerhalb von 28 Tagen erneuern, geschieht dies bei Betroffenen im Durchschnitt schon nach 7 Tagen. Diese Überproduktion führt zu trockener, schuppender Haut, Rötungen und Juckreiz.

Parallel dazu entzündet sich bei Psoriasis-Arthritis die Gelenkinnenhaut, was zu Schwellungen, Überwärmung, Schmerzen und langfristig zu Gelenkschäden führen kann. Die Entzündung betrifft Knochen, Knorpel, Bänder und Sehnen, was die Beweglichkeit einschränken und Fehlstellungen begünstigen kann.

Typische Symptome bei Senioren

Das Auftreten der Psoriasis-Arthritis bei Senioren kann schleichend verlaufen und variiert in der Ausprägung. Bei älteren Patient:innen sind die Symptome oft unspezifisch und können anderen rheumatischen Erkrankungen ähneln.

Zu den häufig beobachteten Symptomen zählen:

  • Schwellungen und Schmerzen in den Gelenken, insbesondere der Finger- und Zehengelenke, aber auch Knie und Wirbelsäule können betroffen sein.
  • Morgensteifigkeit, die oft länger als 30 Minuten anhält und sich im Tagesverlauf bessert.
  • Hautveränderungen durch die Schuppenflechte – häufig an Indexfingern, Kopfhaut oder hinter den Ohren, teilweise nur gering sichtbar.
  • Rötungen und Überwärmung der Gelenke.
  • Teilweise kann auch die Fingernagelstruktur beeinflusst sein (Verfärbungen, Rillen).

Bei etwa 75 % der Patient:innen entwickelt sich zuerst die Hauterkrankung, etwa zehn Jahre später treten meist Gelenkbeschwerden auf. Es gibt jedoch auch Fälle, bei denen Gelenksymptome zunächst oder gleichzeitig mit Hautproblemen auftreten.

Diagnose bei älteren Menschen

Die Diagnose der Psoriasis-Arthritis ist anspruchsvoll, da kein eindeutiger Labortest zur Verfügung steht. Ärzt:innen bewerten das klinische Bild, berücksichtigen eine bekannte Psoriasis sowie den Verlauf der Symptome. Besonders bei Senioren mit mehreren Erkrankungen ist eine sorgfältige Abgrenzung gegenüber anderen Gelenkproblemen wichtig.

Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Rheumatologie und Dermatologie hilft, die Symptome umfassend zu beurteilen und eine geeignete Therapie zu empfehlen.

Behandlung von Psoriasis-Arthritis bei Senioren

Jedoch können Entzündungen durch entsprechende Behandlungsansätze kontrolliert und Gelenkschäden vorgebeugt werden. Die Ziele der Behandlung sind:

  • Linderung von Schmerzen und Entzündungssymptomen
  • Erhalt und Förderung der Beweglichkeit
  • Verhinderung von Gelenkzerstörungen
  • Verbesserung der allgemeinen Lebensqualität

Medikamentöse Therapie

  • Entzündungshemmende Medikamente (NSAR) können Schmerzen und Entzündungen reduzieren.
  • Basistherapeutika (DMARDs) wie Methotrexat werden häufig eingesetzt, um die Krankheitsaktivität zu steuern.
  • Biologika sind gentechnologisch hergestellte Medikamente, die vor allem bei unzureichendem Ansprechen auf andere Therapien verwendet werden. Sie werden als Spritze oder Infusion verabreicht und können bei vielen Patient:innen zu einer deutlichen Symptomverbesserung beitragen.

Nicht-medikamentöse Maßnahmen

  • Physiotherapie unterstützt den Erhalt der Gelenkbeweglichkeit und stärkt die Muskulatur.
  • Ergotherapie kann helfen, motorische Einschränkungen im Alltag zu bewältigen, insbesondere bei Finger- und Handgelenksarthritis.
  • Ein aktiver Lebensstil und ausgewogene Ernährung können zur Verringerung von Entzündungen beitragen und das allgemeine Wohlbefinden fördern.

Besonderheiten bei Senioren

Senior:innen sind häufig von mehreren chronischen Erkrankungen betroffen, was die Behandlung komplexer macht. Psoriasis und Gelenkprobleme erfordern eine koordinierte Therapie, um Wechselwirkungen zwischen Medikamenten zu berücksichtigen und die beste Betreuung zu gewährleisten.

Zudem besteht ein erhöhtes Risiko für Begleiterkrankungen, etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen, weshalb regelmäßige medizinische Kontrollen empfehlenswert sind.

Zusammenfassung zum Umgang mit Psoriasis-Arthritis bei Senioren 2025

  • Psoriasis-Arthritis kann auch im höheren Alter auftreten, besonders bei vorliegender Psoriasis.
  • Beobachten Sie Gelenkschwellungen, -schmerzen und -versteifungen an Fingern und Zehen aufmerksam und suchen Sie bei Bedarf ärztlichen Rat.
  • Die Autoimmunreaktion betrifft Haut und Gelenke gleichzeitig oder zeitversetzt.
  • Die Behandlungsoptionen 2025 sind vielfältig und können individuell angepasst werden – von klassischen Medikamenten über moderne Biologika bis hin zu unterstützenden Therapien für die Gelenkfunktion.
  • Ein integrativer Ansatz mit Fachärzt:innen aus Rheumatologie und Dermatologie sowie therapeutischen Maßnahmen fördert die Lebensqualität.
  • Eine frühzeitige Diagnose und gut abgestimmte Therapie können helfen, Gelenkschäden zu vermeiden und ein aktives, möglichst beschwerdearmes Leben zu ermöglichen.

Für Senior:innen mit Gelenkbeschwerden und Hautveränderungen ist es ratsam, frühzeitig Fachärzt:innen aufzusuchen, um geeignete Diagnose- und Behandlungsmaßnahmen zu besprechen.

Quellen

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