Myelom Erkennen: Die Stillen Symptome, Die Sie Nicht Ignorieren Sollten

Myelom kann sich anfangs schleichend entwickeln, und viele der frühen Symptome werden oft übersehen. Müdigkeit, Knochenschmerzen oder häufige Infektionen können erste Warnsignale sein. Früherkennung ist entscheidend, um die Behandlungschancen zu verbessern und das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen. Erfahren Sie, worauf Sie achten sollten, um rechtzeitig zu handeln.

Myelom Erkennen: Die Stillen Symptome, Die Sie Nicht Ignorieren Sollten

Das Multiple Myelom entwickelt sich schleichend und zeigt oft keine eindeutigen Warnsignale in den Anfangsstadien. Betroffene bemerken häufig erst dann Veränderungen, wenn die Erkrankung bereits fortgeschritten ist. Die Kenntnis der typischen, aber oft unterschätzten Symptome kann dabei helfen, rechtzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen und die Diagnose zu beschleunigen.

Myelom Erkennen: Die Stillen Symptome

Das Multiple Myelom äußert sich durch eine Vielzahl von Symptomen, die einzeln betrachtet harmlos erscheinen können. Zu den häufigsten stillen Anzeichen gehören anhaltende Knochenschmerzen, insbesondere im Rücken, in den Rippen oder im Becken. Diese Schmerzen werden oft als Arthritis oder altersbedingte Abnutzung fehlinterpretiert. Weitere Symptome umfassen unerklärliche Müdigkeit und Schwäche, die durch Anämie verursacht werden, sowie häufige Infektionen aufgrund eines geschwächten Immunsystems. Auch ungewollter Gewichtsverlust, Übelkeit und Verwirrtheit können Hinweise sein. Viele Patienten berichten zudem von erhöhter Anfälligkeit für Knochenbrüche ohne erkennbare Ursache, da das Myelom die Knochenstruktur schwächt.

Die Sie Nicht Ignorieren Sollten

Bestimmte Warnsignale sollten niemals auf die leichte Schulter genommen werden, selbst wenn sie zunächst harmlos wirken. Dazu zählen anhaltende Rückenschmerzen, die sich trotz Ruhe oder Schmerzmitteln nicht bessern, sowie wiederkehrende Infektionen wie Lungenentzündungen oder Harnwegsinfekte. Ein weiteres ernstzunehmendes Symptom ist eine plötzliche Verschlechterung der Nierenfunktion, die sich durch verminderte Urinausscheidung, Schwellungen oder erhöhte Blutwerte bemerkbar machen kann. Auch neurologische Symptome wie Taubheitsgefühle, Kribbeln in den Extremitäten oder Lähmungserscheinungen sollten umgehend ärztlich abgeklärt werden, da sie auf eine Kompression des Rückenmarks hindeuten können. Blutarmut mit Symptomen wie Blässe, Kurzatmigkeit und Herzrasen ist ebenfalls ein Alarmzeichen, das nicht ignoriert werden darf.

Wie erkennt man frühe Symptome des Multiplen Myeloms?

Die Früherkennung des Multiplen Myeloms ist herausfordernd, da viele Symptome unspezifisch sind. Dennoch gibt es Möglichkeiten, die Erkrankung frühzeitig zu identifizieren. Regelmäßige Blutuntersuchungen können erste Hinweise liefern, etwa durch erhöhte Kalziumwerte, Anämie oder auffällige Eiweißwerte im Blut. Eine erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit ist ebenfalls ein möglicher Indikator. Bei Verdacht auf ein Myelom werden weitere Untersuchungen durchgeführt, darunter eine Elektrophorese zur Identifizierung abnormaler Proteine, eine Urinuntersuchung auf Bence-Jones-Proteine sowie bildgebende Verfahren wie Röntgenaufnahmen, CT oder MRT zur Beurteilung von Knochenschäden. Eine Knochenmarkbiopsie liefert schließlich die definitive Diagnose, indem sie die Anzahl der abnormalen Plasmazellen im Knochenmark bestimmt.

Welche Tipps gibt es zur Früherkennung und ärztlichen Untersuchung?

Um ein Myelom frühzeitig zu erkennen, ist es wichtig, auf die eigenen Körpersignale zu achten und bei anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einzuholen. Personen über 60 Jahre, insbesondere Männer, sollten bei unklaren Symptomen wie chronischen Knochenschmerzen oder wiederholten Infektionen eine gründliche Untersuchung anstreben. Ein offenes Gespräch mit dem Hausarzt über alle Symptome, auch wenn sie unbedeutend erscheinen, ist der erste Schritt. Der Arzt kann dann gezielte Blut- und Urintests veranlassen. Bei Risikofaktoren wie familiärer Vorbelastung oder einer Vorerkrankung namens MGUS (monoklonale Gammopathie unbestimmter Signifikanz) sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen besonders wichtig. Zudem sollten bildgebende Verfahren bei anhaltenden Knochenschmerzen nicht verzögert werden, da sie frühzeitig Schäden aufdecken können.

Welche Lebensstilmaßnahmen unterstützen die Behandlung?

Neben der medizinischen Therapie können bestimmte Lebensstilmaßnahmen den Behandlungsverlauf positiv beeinflussen und die Lebensqualität verbessern. Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Protein, Vitaminen und Mineralstoffen stärkt das Immunsystem und unterstützt die Regeneration. Besonders wichtig ist eine kalziumreiche Ernährung zur Unterstützung der Knochengesundheit, sofern die Kalziumwerte im Blut nicht erhöht sind. Regelmäßige, moderate Bewegung hilft, die Knochendichte zu erhalten und Muskelschwund vorzubeugen. Physiotherapie kann bei Schmerzen und Mobilitätseinschränkungen hilfreich sein. Stressmanagement durch Entspannungstechniken wie Meditation oder Yoga trägt zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Ausreichend Schlaf und die Vermeidung von Infektionsrisiken durch gute Hygiene sind ebenfalls wichtig. Der Verzicht auf Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum unterstützt den Körper zusätzlich im Kampf gegen die Erkrankung.


Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und sollte nicht als medizinischer Rat betrachtet werden. Bitte konsultieren Sie einen qualifizierten Arzt für eine individuelle Beratung und Behandlung.


Das Multiple Myelom ist eine ernsthafte Erkrankung, die eine frühzeitige Diagnose und konsequente Behandlung erfordert. Indem Sie auf die stillen Symptome achten und bei Verdacht zeitnah ärztliche Hilfe suchen, können Sie die Chancen auf einen erfolgreichen Therapieverlauf erhöhen. Eine Kombination aus medizinischer Betreuung und gesunden Lebensgewohnheiten bildet die Grundlage für eine bestmögliche Lebensqualität trotz der Diagnose.