Methoden und Übungen bei Kniearthrose 2026

Kniearthrose ist eine häufige degenerative Erkrankung des Kniegelenks, die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verursacht. Nicht-operative Methoden wie gezielte Übungen und Ernährung können die Symptome lindern und die Lebensqualität verbessern. Im Folgenden werden aktuelle Ansätze für Betroffene in Deutschland vorgestellt.

Methoden und Übungen bei Kniearthrose 2026

Überblick zur Kniearthrose

Kniearthrose, auch Gonarthrose genannt, beschreibt den progressiven Verschleiß des Gelenkknorpels im Knie. Betroffen sind vor allem ältere Menschen, wobei auch Überlastungen, Übergewicht und frühere Verletzungen eine Rolle spielen. Symptome umfassen Schmerzen, Steifigkeit und eingeschränkte Beweglichkeit.

Übungen bei Kniearthrose

Gezielte Bewegungsübungen können die Muskulatur um das Knie stärken und die Gelenkfunktion unterstützen, ohne das Gelenk übermäßig zu belasten. In Deutschland werden physiotherapeutische Ansätze häufig angewendet, die individuell auf den Patienten abgestimmt sind.

Beispiele für Übungsarten

  • Muskelkräftigung: Übungen zur Stärkung von Quadrizeps- und Beinmuskulatur, wie z.B. kontrolliertes Strecken des Knies im Sitzen.
  • Dehnübungen: Fördern die Beweglichkeit und reduzieren die Steifigkeit.
  • Beweglichkeitstraining: Sanfte Mobilisationsübungen zur Erhaltung der Gelenkfunktion.

Diese Übungen sollten unter fachlicher Anleitung erlernt und regelmäßig durchgeführt werden. Insbesondere in Deutschland bieten viele Einrichtungen Programme zur Unterstützung an.

Schmerztherapie bei Kniearthrose

Zur Behandlung von Schmerzen werden häufig nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) eingesetzt. Diese sind sowohl als Tabletten als auch in Form von lokal aufgetragenen Cremes oder Gelen erhältlich.

Lokale Behandlung

NSAR-haltige Präparate wie Diclofenac können gezielt auf das schmerzende Knie aufgetragen werden. Dies verringert mögliche systemische Nebenwirkungen und ist in Deutschland weit verbreitet.

Systemische Schmerzmittel

Orale NSAR können bei stärkeren Schmerzen zum Einsatz kommen, jedoch sollte die Einnahme ärztlich überwacht werden, um Nebenwirkungen wie Magenbeschwerden zu vermeiden.

Weitere therapeutische Optionen

In einigen Fällen werden Injektionen, etwa mit Hyaluronsäure oder Kortikosteroiden, direkt in das Kniegelenk verabreicht. Diese Maßnahmen sollten stets von spezialisierten Ärzten durchgeführt werden.

Ernährung und Arthrose

Eine entzündungshemmende Ernährung kann unterstützend wirken. In Deutschland empfehlen Ernährungsexperten eine abwechslungsreiche Kost mit viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und ungesättigten Fettsäuren.

Lebensmittel mit potenziell positiven Effekten

  • Omega-3-Fettsäuren (z.B. in Fisch, Leinöl)
  • Antioxidantienreiche Lebensmittel (Beeren, Nüsse)

Lebensmittel, die reduziert werden sollten

  • Stark verarbeitete und zuckerreiche Nahrungsmittel
  • Gesättigte Fette

Weitere Therapieansätze

Neben Bewegung und Ernährung kommen in Deutschland weitere Therapien zum Einsatz, etwa Physio- und Ergotherapie. Wärmeanwendungen und Kältetherapie können je nach Beschwerdebild unterstützend wirken.

Typische Kosten in Deutschland (2026)

Bei der Behandlung von Kniearthrose können die Kosten je nach Umfang und Therapieform variieren:

  • Basisoption: Etwa 50 bis 150 Euro für Physiotherapie pro Behandlungsreihe, meist von der gesetzlichen Krankenversicherung gedeckt.
  • Standardoption: Ca. 200 bis 500 Euro für individuell abgestimmte Programme inklusive Physiotherapie und Beratung, teilweise privat zu zahlen.
  • Premiumoption: Ab 500 Euro aufwärts für spezialisierte Therapien wie Injektionen oder umfassende multimodale Programme, zumeist privat oder teilweise über Zusatzversicherungen abgedeckt.

Zusammenfassung

Die Behandlung von Kniearthrose erfolgt meist multimodal und individuell angepasst. In Deutschland stehen verschiedene evidenzbasierte Methoden zur Verfügung, um Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu fördern. Bewegungstherapie, gezielte Übungen, Schmerzmedikation und ernährungsbedingte Maßnahmen bilden die Grundlage der nicht-operativen Versorgung.