Hochtemperatur-Wärmepumpe im Altbau in Deutschland: Preise und Effizienz 2025
Wussten Sie, dass Hochtemperatur-Wärmepumpen im Altbau Vorlauftemperaturen bis 75 °C schaffen und damit alte Heizkörper nutzen können? Erfahren Sie, wie Sie mit Förderungen bis zu 75 % der Kosten sparen und dadurch effizient, nachhaltig und günstig heizen – ohne aufwendigen Heizkörperschaden.
Hochtemperatur-Wärmepumpen als Option für den Altbau
Altbauten in Deutschland sind häufig mit klassischen Heizkörpern ausgestattet, die Vorlauftemperaturen von häufig 60 °C und mehr erfordern, um die Räume angemessen zu beheizen. Viele Wärmepumpen arbeiten jedoch mit niedrigeren Vorlauftemperaturen, die eher für Neubauten mit Fußbodenheizungen geeignet sind.
- Hochtemperatur-Wärmepumpen können Vorlauftemperaturen zwischen 55 °C und 75 °C bereitstellen.
- Sie ermöglichen den Betrieb mit bestehenden Heizkörpern, ohne dass ein Austausch oder großflächige Sanierungen notwendig sind.
- Technisch sind diese Wärmepumpen auf unsanierte oder wenig gedämmte Gebäude ausgerichtet.
- Sie erfüllen Fördervoraussetzungen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) und der BAFA und sind somit grundsätzlich förderfähig.
Hochtemperatur-Wärmepumpen können somit eine praktikable Lösung für die Heizungssanierung im Altbau darstellen.
Technologien und Hersteller im Jahr 2025
Wärmepumpenhersteller bieten verschiedene Technologien an, die für Altbauten geeignet sind:
- Luft-Wasser-Wärmepumpen nutzen Außenluft als Wärmequelle. Modelle mit Vorlauftemperaturen bis zu 75 °C sind verfügbar und diese Geräte gelten als vergleichsweise einfach zu installieren.
- Sole-Wasser- (Erdwärme-) und Grundwasser-Wärmepumpen arbeiten mit konstanteren Wärmequellen, weisen oft eine hohe Effizienz auf, erfordern aber in der Regel aufwendigeren Einbau.
- Hybrid-Wärmepumpen kombinieren Wärmepumpe und Gasheizung, können für schrittweise Umstellungen im Altbau genutzt werden und lassen sich mit Photovoltaik-Anlagen koppeln.
Beispielsweise bietet der Hersteller Buderus (Bosch-Gruppe) mit Modellen wie dem Logatherm WLW186i-10 AR E Hochtemperatur-Wärmepumpen an, die Vorlauftemperaturen bis 75 °C erreichen können. Diese Geräte verfügen über Effizienzkennzahlen wie SCOP-Werte bis 4,7 bei 35 °C gemäß Herstellerangaben. Sie werden in Deutschland gefertigt und sind in ihrem Preis-Leistungs-Verhältnis marktüblich.
Kostenüberblick für Hochtemperatur-Wärmepumpen 2025
Die Preise für Hochtemperatur-Wärmepumpen variieren abhängig von Gerätetyp, Wärmequelle und Installationsaufwand:
- Luft-Wasser-Hochtemperatur-Wärmepumpen beginnen bei etwa 10.000 Euro netto für das Gerät allein.
- Sole-Wasser- und Grundwasser-Wärmepumpen starten meist bei etwa 12.000 bis 15.000 Euro, mit höheren Kosten bei komplexeren Installationen.
- Komplettinstallationen inklusive hydraulischem Abgleich, Speicher und Montage werden mit Gesamtinvestitionen von bis zu 30.000 Euro oder mehr kalkuliert, insbesondere bei erforderlichen Anpassungen im Altbau.
Preisunterschiede ergeben sich durch individuelle Anforderungen, beispielsweise beim Bohren für Erdwärme oder bei baulichen Maßnahmen. Deshalb ist 2025 eine individuelle Beratung durch Fachbetriebe empfehlenswert, um genaue Angebote und Kostenabschätzungen zu erhalten.
Förderprogramme für Hochtemperatur-Wärmepumpen in Deutschland
Für 2025 stehen in Deutschland verschiedene Förderprogramme zur Verfügung, die Investitionskosten reduzieren können:
- Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), insbesondere die BAFA-Zuschüsse, ermöglichen Förderungen für Hochtemperatur- und Hybrid-Wärmepumpen im Altbau. Förderquoten können bis zu 75 % der förderfähigen Kosten erreichen, abhängig von den individuellen Förderbestandteilen.
- Förderbausteine umfassen Basisförderung (30 %), Effizienzbonus (5 %), Klimageschwindigkeitsbonus (bis zu 20 % für den Austausch alter Heizkessel) sowie Altersbonus und einen Einkommensbonus von bis zu 30 % für Haushalte mit einem Jahreseinkommen von maximal 40.000 Euro.
- Die maximale förderfähige Investitionssumme liegt bei 30.000 Euro pro Wohneinheit, teilweise mit Erhöhungen bei Mehrfamilienhäusern.
- Ergänzend bietet die KfW zinsgünstige Kredite mit Laufzeiten von bis zu 35 Jahren für Sanierungsmaßnahmen.
- Darüber hinaus existieren regionale Förderprogramme, welche ergänzend Zuschüsse bereitstellen können, zum Beispiel von Investitionsbanken oder Kommunen mit regionalen Schwerpunkten.
Die Antragstellung muss vor Beginn der Installation erfolgen und erforderliche Nachweise wie eine Jahresarbeitszahl von mindestens 3,0 sowie Bestätigungen durch Fachbetriebe sind vorzulegen. Für die Förderbewilligung sind oft ein hydraulischer Abgleich und in einigen Fällen Maßnahmen zur Wärmedämmung vorausgesetzt.
Effizienz und praktische Hinweise für den Einsatz
- Hochtemperatur-Wärmepumpen können Vorlauftemperaturen bis zu 75 °C erzeugen, was für viele ältere Heizkörper in Altbauten ausreichend sein kann.
- Für Förderungen wird häufig eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von mindestens 3,0 vorausgesetzt.
- Moderne Geräte mit Invertertechnologie passen die Leistung flexibel an den Bedarf an, was zu Energieeinsparungen und einer guten Betriebsqualität beitragen kann.
- Die Installation sollte von erfahrenen Fachbetrieben durchgeführt werden, idealerweise zusammen mit einer Energieberatung, um hydraulischen Abgleich und Einbindung ins Gesamtheizungssystem zu gewährleisten.
- Hybrid-Wärmepumpen können im Rahmen von Teilmodernisierungen eine ergänzende Option sein, da sie Gasbetrieb und Wärmepumpe kombinieren und eine schrittweise Umstellung ermöglichen.
- Eine Kombination mit Photovoltaik-Anlagen kann sinnvoll sein, um überschüssigen Solarstrom für die Wärmeerzeugung zu nutzen und dadurch die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen.
Für Altbauten in Deutschland stellen Hochtemperatur-Wärmepumpen 2025 eine Möglichkeit dar, ohne vollständige Erneuerung der Heizkörper effizient und nachhaltig zu heizen. Die Investitionskosten liegen ab etwa 10.000 Euro und können bis zu 30.000 Euro bei Komplettsystemen erreichen. Förderprogramme mit Zuschüssen bis zu 75 % der förderfähigen Kosten können die finanziellen Aufwendungen reduzieren.
Hersteller wie Buderus bieten verschiedene Modelle an, die Vorlauftemperaturen bis 75 °C erreichen und eine angemessene Effizienz aufweisen. Eine fachkundige Beratung vor der Installation wird empfohlen, um geeignete Technik, Dimensionierung und Förderfähigkeit zu klären.
2025 kann somit für Eigentümer von Altbauten ein geeigneter Zeitpunkt sein, sich über Hochtemperatur-Wärmepumpen als Heizungsoption zu informieren, um den Heizkomfort zu verbessern und zur Energiewende beizutragen.
Quellen
- energie-fachberater.de - ISH 2025 Heizungstrends
- checkfox.de - Wärmepumpen-Förderung für den Altbau
- photovoltaik.one - Buderus Wärmepumpe Test 2025
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