Festhypothek oder SARON? Der große Vergleich für Eigenheimbesitzer
2026 steht vor der Tür – viele Schweizerinnen und Schweizer fragen sich: Festhypothek oder SARON-Hypothek? In Zeiten schwankender Zinsen wird die Wahl der richtigen Finanzierung fürs Eigenheim immer wichtiger. Unser Vergleich zeigt, worauf Hausbesitzer in der Schweiz achten sollten!
Wer in der Schweiz Wohneigentum finanziert oder eine Hypothek erneuert, trifft mit der Wahl des Modells eine Entscheidung, die sich über Jahre auf Budget, Planbarkeit und Risiko auswirkt. Festhypothek und SARON-Hypothek folgen unterschiedlichen Logiken bei der Zinsbildung und reagieren verschieden auf Marktbewegungen. Ein nüchterner Blick auf Funktionsweise, Vor- und Nachteile sowie typische Entscheidungssituationen schafft Klarheit.
Was unterscheidet Festhypothek und SARON-Hypothek?
Die Kernfrage hinter Was unterscheidet Festhypothek und SARON-Hypothek? lautet: Wird der Zins für eine feste Laufzeit vereinbart oder regelmässig an den Geldmarkt angepasst? Bei einer Festhypothek wird ein Zinssatz für eine definierte Dauer (oft mehrere Jahre) fixiert. Das bringt hohe Budget-Sicherheit, weil die Zinskosten während der Laufzeit stabil bleiben. Bei der SARON-Hypothek basiert der Zins auf dem SARON (Swiss Average Rate Overnight) als Referenzzinssatz plus einer bankindividuellen Marge. Der effektive Zins wird in der Praxis periodisch neu berechnet und kann steigen oder fallen.
Die aktuelle Zinssituation in der Schweiz
Die aktuelle Zinssituation in der Schweiz beeinflusst beide Modelle, aber auf unterschiedliche Weise. Festhypotheken preisen Erwartungen an die künftige Zinsentwicklung ein: Wenn der Markt steigende Zinsen erwartet, werden längerfristige Festzinsen tendenziell höher. SARON-Hypotheken reagieren direkter auf geldpolitische Veränderungen und kurzfristige Marktbewegungen, weil der Referenzsatz laufend im Geldmarkt entsteht. Wichtig ist: Für Eigenheimbesitzer zählt nicht nur das heutige Zinsniveau, sondern auch die Frage, wie stark und wie schnell die Belastung im eigenen Haushalt schwanken darf.
Vor- und Nachteile beider Hypothekarmodelle im Überblick
Vor- und Nachteile beider Hypothekarmodelle im Überblick lassen sich gut entlang von Planbarkeit, Risiko und Flexibilität strukturieren. Festhypotheken sind attraktiv, wenn stabile Kosten und langfristige Kalkulierbarkeit im Vordergrund stehen; ein Nachteil kann sein, dass man bei sinkenden Zinsen nicht automatisch profitiert und ein vorzeitiger Ausstieg teuer werden kann (Stichwort Vorfälligkeitsentschädigung). SARON-Hypotheken können bei stabilen oder sinkenden Geldmarktzinsen günstiger ausfallen und bieten oft mehr Flexibilität bei der Strukturierung, bringen aber das Risiko kurzfristig steigender Zinskosten mit sich. Praktisch relevant sind zudem bankseitige Details wie Zinsperioden, Berechnungsmethode (z. B. rückblickend kumuliert), Marge, sowie vertragliche Optionen für einen späteren Wechsel.
Welches Hypothekarmodell passt zu welchem Profil?
Welches Hypothekarmodell passt zu welchem Profil? hängt weniger von einer allgemeinen Regel ab als von Haushalt, Zeithorizont und Risikotoleranz. Wer knappe finanzielle Reserven hat, eine feste Budgetgrenze einhalten muss oder in den nächsten Jahren wenig Flexibilität erwartet (z. B. wegen Familienausgaben), bevorzugt häufig die Planbarkeit einer Festhypothek. Wer Schwankungen tragen kann, Liquiditätsreserven hält und die Zinsentwicklung aktiv beobachten möchte, kann mit SARON leben – insbesondere, wenn kurzfristige Flexibilität oder eine Aufteilung in Tranchen Teil der Strategie ist. In vielen Fällen wird in der Schweiz auch gemischt: Eine Tranche fixiert Kosten, eine zweite bleibt variabel, um Chancen und Risiken zu balancieren.
In der Praxis lohnt ein Blick auf reale Kostenmechaniken: Bei der Festhypothek entspricht die „Kostenbasis“ dem vereinbarten Fixzins über die Laufzeit, während bei SARON der effektive Zins aus Referenzsatz plus Marge entsteht; die Marge ist je nach Bank, Belehnung, Objekt und Bonität unterschiedlich und bleibt oft über eine definierte Zeit stabil, während der Referenzsatz schwankt. Zusätzlich können bei Festhypotheken bei vorzeitiger Kündigung erhebliche Ausstiegskosten anfallen; bei SARON sind häufig kürzere Kündigungs- oder Umstellungsfenster möglich, was die Gesamtkosten in bestimmten Lebenssituationen beeinflussen kann.
| Product/Service | Provider | Cost Estimation |
|---|---|---|
| Festhypothek (z. B. 2–10 Jahre) | UBS | Fixzins individuell nach Laufzeit/Profil; bei vorzeitiger Auflösung mögliche Vorfälligkeitsentschädigung |
| SARON-Hypothek | Raiffeisen Schweiz | SARON (Referenz) + individuelle Marge; effektiver Zins periodisch angepasst |
| Festhypothek | Zürcher Kantonalbank (ZKB) | Fixzins abhängig von Laufzeit, Belehnung und Objekt; mögliche Kosten bei vorzeitigem Ausstieg |
| SARON-Hypothek | PostFinance | SARON + Marge; Zins kann je nach Zinsperiode schwanken |
| Festhypothek / SARON-Hypothek | Banque Cantonale Vaudoise (BCV) | Fixzins oder SARON+Marge; Konditionen abhängig von Region/Objekt und Kreditprofil |
Preise, Raten oder Kostenschätzungen in diesem Artikel basieren auf den neuesten verfügbaren Informationen, können sich jedoch im Laufe der Zeit ändern. Unabhängige Recherche wird empfohlen, bevor finanzielle Entscheidungen getroffen werden.
Tipps für die Hypothekenwahl bei Schweizer Banken
Tipps für die Hypothekenwahl bei Schweizer Banken beginnen mit Transparenz bei der Offerte: Neben dem Zinssatz sollte man Marge, Zinsperiode, Berechnungsmethode, Umstellungsrechte und Kündigungsfristen schriftlich prüfen. Sinnvoll ist auch, Szenarien durchzurechnen (z. B. „Zins steigt um 1 Prozentpunkt“), um die Tragbarkeit im Haushalt zu testen. Wer Wert auf Flexibilität legt, sollte gezielt nach Konditionen für Teilamortisation, Tranchierung und spätere Modellwechsel fragen. Ebenso wichtig: Nicht nur den Nominalzins vergleichen, sondern Vertragsbedingungen, mögliche Gebühren und die Konsequenzen eines vorzeitigen Ausstiegs in die Gesamtabwägung einbeziehen.
Am Ende ist der Vergleich „Festhypothek oder SARON“ weniger eine Frage von richtig oder falsch als von Passung. Festzinsen bieten Stabilität und reduzieren Überraschungen, während SARON stärker an den Markt gekoppelt ist und damit Chancen wie Risiken bringt. Wer die eigene Risikofähigkeit realistisch einschätzt, Vertragsdetails sauber vergleicht und Szenarien kalkuliert, trifft eine Entscheidung, die zur persönlichen Lebensplanung und zum Schweizer Zinsumfeld passt.