Fertigpools in der Schweiz: Auswahl und Informationen 2026
Fertigpools werden in der Schweiz immer beliebter als flexible und zeitsparende Lösung für private Gärten. Sie sind in verschiedenen Materialien, Größen und Formen verfügbar und meist einfach zu installieren. Dieser Text gibt einen neutralen Überblick zu wichtigen Aspekten von Fertigpools in der Schweiz.
Arten von Fertigpools
Fertigpools unterscheiden sich insbesondere nach Material, Grösse und Gestaltung. In der Schweiz begegnet man hauptsächlich Pools aus Polyester, Edelstahl und Glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK), daneben gewinnen auch Naturpools an Bedeutung. Zudem gibt es Mini-Pools, die für kleinere Flächen geeignet sind, sowie grössere Modelle für mehr Badekomfort.
Polyesterpools
Polyesterbecken sind in der Schweiz eine verbreitete Wahl. Sie sind vorgefertigt, was die Einbauzeit verkürzt. Ihre glatte Oberfläche ist resistent gegenüber Algen und Schmutz, was die Reinigung erleichtert. Polyesterpools sind zudem oftmals kostengünstiger in der Anschaffung, allerdings kann die Reparatur bei Beschädigungen technisch anspruchsvoller sein.
Edelstahlpools
Edelstahl wird für Fertigpools aufgrund seiner Robustheit und Langlebigkeit geschätzt. Die Materialeigenschaften ermöglichen schlanke Designs und eine hohe Formstabilität. In der Schweiz bevorzugen Nutzer diese Variante insbesondere aufgrund der Witterungsbeständigkeit und der Pflegeleichtigkeit, obwohl die Anschaffungskosten in der Regel höher liegen als bei Polyester- oder GFK-Pools.
GFK-Pools
Glasfaserverstärkte Kunststoffpools verbinden Vorteile aus den beiden vorgenannten Materialien. Sie sind leicht, widerstandsfähig gegen diverse Witterungseinflüsse und besitzen eine glatte Oberfläche, die Reinigung und Wartung erleichtert. Aufgrund ihrer modularen Bauweise können GFK-Pools in unterschiedlichen Formen und Grössen produziert werden.
Naturpools und Schwimmteiche
Eine für Schweiz zunehmend relevante Alternative stellen Naturpools dar. Diese Pools nutzen biologische Filtersysteme und Pflanzen, um das Wasser auf natürliche Weise zu reinigen. Im Vergleich zu konventionellen Pools benötigen sie weniger Chemikalieneinsatz und schonen somit das Ökosystem und die Umwelt. Ihr Bau und Unterhalt erfordern jedoch spezielle Kenntnisse und Planung.
Einbaubedingungen und Installation in der Schweiz
Die Installation eines Fertigpools in der Schweiz unterliegt regional unterschiedlichen Bauvorschriften und Genehmigungspflichten. Insbesondere die kantonalen und kommunalen Richtlinien zur Baugenehmigung sollten vor der Anschaffung geprüft werden. Zu berücksichtigen sind dabei unter anderem der Abstand zu Nachbargrundstücken, die maximale Grösse, sowie die Umweltauswirkungen.
Die Bodenbeschaffenheit spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Frostschutz und Drainage müssen bei Erdarbeiten berücksichtigt werden, um spätere Schäden durch Frosthebungen zu vermeiden, was besonders in höher gelegenen Gebieten der Schweiz relevant ist.
Viele Fertigpool-Modelle erlauben den Einbau in relativ kurzer Zeit, oft innerhalb weniger Tage. Die Vorfertigung der Becken trägt zur Verkürzung der Bauzeit bei. Dennoch sind weitere Arbeiten wie Erdarbeiten, Anschluss der technischen Anlagen und Umzäunung zu planen.
Wartung und Pflege
Fertigpools benötigen eine regelmäßige Pflege, um hygienische Bedingungen und Wasserqualität zu gewährleisten. Dazu zählen Filtration, pH-Wert-Kontrolle, Reinigung von Beckenwänden und Boden sowie gegebenenfalls der Einsatz von Wasserpflegemitteln.
Die Wartung variiert je nach Pooltyp: - Bei Naturpools und Schwimmteichen wird der biologische Kreislauf durch Pflanzen und Mikroorganismen unterstützt, was die Pflege stark reduziert. - Konventionelle Pools benötigen häufiger mechanische und chemische Reinigung.
Die klimatischen Bedingungen in der Schweiz ermöglichen eine begrenzte Poolsaison in den meisten Regionen. Im Winter sind Pools in der Regel winterfest zu machen, wozu Abdeckungen und spezielle Vorbereitungen zählen.
Umweltaspekte
Der Wasserverbrauch, die Verwendung von Reinigungsmitteln und der Energiebedarf für Pumpen und Heizung sind zentrale Umweltaspekte bei der Poolhaltung. In der Schweiz wird zunehmend auf nachhaltige Lösungen Wert gelegt, wie Solarheizungen oder effiziente Filtersysteme, um den Energie- und Wasserverbrauch zu minimieren.
Naturpools und Schwimmteiche werden häufig als ökologische Alternative betrachtet, da sie Wasserkreisläufe und örtliche Flora und Fauna fördern. Dennoch sollte die Wasseraufbereitung und Standortwahl sorgfältig geplant werden, um negative Umweltauswirkungen zu vermeiden.
Typische Kosten in der Schweiz (2026)
Bei der Planung eines Fertigpools müssen verschiedene Kosten berücksichtigt werden, die stark vom Modell, der Grösse und den individuellen Anforderungen abhängen. Im Schweizer Kontext lassen sich folgende Richtwerte angeben:
- Basisoption: Ca. 15’000 bis 25’000 CHF – beinhaltet kleinere Polyester- oder einfache GFK-Becken, ohne umfangreiche Technik oder aufwändige Einbaumaßnahmen.
- Standardoption: Ca. 25’000 bis 50’000 CHF – umfasst meist mittelgrosse Pools mit verbesserter Technik, eventuell mit Abdeckung und traditioneller Filteranlage.
- Premiumoption: 50’000 CHF und mehr – schliesst grosse Edelstahlpools, Naturpools mit biologischer Filterung oder speziell angepasste Designs ein. Hier sind auch erweiterte Installations- und Sicherheitsmassnahmen zu berücksichtigen.
Hinzu kommen Kosten für Erdarbeiten, Genehmigungen, technische Ausstattung (wie Pumpen, Heizungen und Filter) sowie spätere Wartung.
Rechtliche Rahmenbedingungen
In der Schweiz sind bei Bau und Betrieb von Privatpools diverse Vorschriften zu beachten. Dies umfasst insbesondere lokale Vorschriften bezüglich Lärmschutz, Wasserbehandlung, Abfallentsorgung und Sicherheitsmassnahmen (z.B. Zaunpflicht).
Vor dem Bau sollte geprüft werden, ob eine Baubewilligung erforderlich ist, insbesondere bei grösseren Anlagen. Behörden verlangen häufig Angaben zur Wasserentnahme, -rückführung und zum Umgang mit Chemikalien.
Zusammenfassung
Fertigpools bieten in der Schweiz eine flexible Möglichkeit, den eigenen Garten um eine Badegelegenheit zu ergänzen. Die Wahl des richtigen Modells hängt von Faktoren wie Platzangebot, gewünschter Nutzung, Umweltaspekten und Budget ab.
Im Jahr 2026 werden neben klassischen Fertigpools auch ökologische Lösungen wie Naturpools verstärkt nachgefragt. Regionale Vorschriften und klimatische Bedingungen sollten bei Planung und Installation stets berücksichtigt werden, um eine nachhaltige und regelkonforme Nutzung zu gewährleisten.