Holzpreise in Deutschland: Entwicklung 2026 im Überblick

Die Holzpreise in Deutschland zeigen 2026 eine komplexe Entwicklung, geprägt von steigender Nachfrage, regionalen Angebotsengpässen und geopolitischen Einflüssen. Diese Faktoren wirken sich auf verschiedene Holzsortimente aus und haben Auswirkungen auf den deutschen Holzmarkt und dessen Struktur.

Holzpreise in Deutschland: Entwicklung 2026 im Überblick

Marktentwicklung und Einflussfaktoren 2026

Seit Anfang 2026 ist auf dem deutschen Holzmarkt eine zunehmende Nachfrage sowohl aus der Bauwirtschaft als auch aus der Energiebranche zu beobachten. Gleichzeitig wirkt sich eine Verknappung des Rundholzangebotes aufgrund von klimatischen Einflüssen, eingeschränkter Holzernte und gestiegenen Logistikkosten auf das Angebot aus. Regional zeigen sich Unterschiede, da manche Bundesländer stärker von Schädlingen oder gesetzlich verordneten Schonzeiten betroffen sind. Auch die internationale Marktlage und politische Rahmenbedingungen in Europa haben Einfluss auf die Preisbildung.

Nachfrageentwicklung

Die Nachfrage nach Bauholz ist vor allem im Wohnungsbau und bei nachhaltigen Baustoffen weiterhin stabil bis leicht steigend. Parallel steigt der Bedarf an Holz zur energetischen Nutzung, insbesondere in Form von Holzpellets und Hackschnitzeln, wenn auch mit saisonalen Schwankungen. Die Industrie verlangt zudem vermehrt nach Rundholz zur Weiterverarbeitung in Sägewerken und Holzwerkstoffherstellung.

Angebotslage und Produktion

Die Produktion von Rundholz ist in den letzten Jahren europaweit gewachsen, dennoch sind die verfügbaren Mengen weiterhin begrenzt. Faktoren wie Sturm- und Borkenkäferschäden, verschärfte Schutzmaßnahmen in Wäldern und zeitweise Einschränkungen in der Holzerntetechnik führen zu lokalen Verknappungen. Die Logistik und Transportkapazitäten beeinflussen zusätzlich die Verfügbarkeit, insbesondere im Winterhalbjahr.

Internationale Einflüsse

Die Holzhandelsströme innerhalb Europas und die Import- sowie Exportaktivitäten beeinflussen die Preisentwicklung in Deutschland. Politische Entscheidungen wie Exportbeschränkungen oder Nachhaltigkeitsvorgaben wirken sich auf die Verfügbarkeit besonders bei qualitativ hochwertigem Rundholz aus.

Entwicklung der Holzpreise 2026

Die Preise für Bauholz, Rundholz und Energieholz zeigen unterschiedliche Trends. Bauholz bleibt trotz erhöhter Nachfrage teils volatil, während Energieholzpreise weniger stark schwanken. Einige Holzarten, wie Fichte und Douglasie, erleben weiterhin eine moderate Preissteigerung, beeinflusst durch Angebot und Nachfrage.

Holzpellets und Hackschnitzel

Preise für Holzpellets in Deutschland haben sich 2026 je nach Region und Lieferform unterschiedlich entwickelt. Während Anfang des Jahres noch eine Abschwächung erkennbar war, zeichnet sich aktuell eine Stabilisierung bis leichte Erhöhung ab. Hackschnitzelpreise variieren ähnlich, wobei Qualitätsunterschiede und Verfügbarkeit wesentlichen Einfluss haben. Die Auswirkungen auf Endverbraucher sind regional unterschiedlich.

Rundholzpreise

Die Preise für Stammholz, insbesondere Fichte und Kiefer, zeigen im Verlauf des Jahres eine leichte Tendenz zur Erholung nach einem Rückgang im Jahr 2025. Die begrenzte Verfügbarkeit von Rundholz in Verbindung mit einem moderaten Anstieg der Nachfrage beeinflusst dieses Bild. Regionale Unterschiede spielen dabei eine wichtige Rolle.

Typische Kosten in Deutschland (2026)

Für verschiedene Holzsortimente und Einsatzbereiche lassen sich typische Preisbereiche beschreiben, die jedoch je nach Erntezeitpunkt, Qualität und Abnahmemenge variieren können:

  • Holzpellets (lose, ab 6.000 kg): Zwischen etwa 260 und 290 Euro pro Tonne.
  • Holzpellets (Sackware, 15 kg Säcke): Circa 290 bis 320 Euro pro Tonne.
  • Hackschnitzel (Qualitätsklasse A2): Im Bereich von 30 bis 35 Euro netto pro Schüttraummeter.
  • Rundholz (Fichte, Stammholz, assortiert): Preise variieren stark regional und nach Qualität, liegen typischerweise zwischen 50 und 90 Euro pro Festmeter.

Diese Angaben dienen der Übersicht und beziehen sich auf durchschnittliche Daten ohne spezifische Händlerangebote oder Sonderkonditionen.

Nachhaltigkeitsaspekte und Zukunftsperspektiven

Die stärkere Berücksichtigung von Nachhaltigkeit bei der Waldbewirtschaftung sowie ökologische Anforderungen beeinflussen den Holzmarkt zunehmend. Zertifizierungen wie PEFC und FSC gewinnen an Bedeutung, da sie nachhaltige Forstwirtschaft bestätigen. Gleichzeitig führt die Nachfrage nach klimafreundlichen Rohstoffen auch dazu, dass Holz als nachwachsender Rohstoff verstärkt im Fokus steht.

Der Einfluss klimapolitischer Maßnahmen und Förderprogramme, beispielsweise zur energetischen Nutzung von Holz, kann kurzfristig zu Preisfluktuationen beitragen, langfristig jedoch die Marktstruktur stabilisieren.

Regionalität im Holzmarkt

In Deutschland zeigt sich die Holzpreisentwicklung häufig sehr regional geprägt. Unterschiedliche Waldtypen, Holzaufkommen und Nutzungskonzepte führen zu unterschiedlichen Marktbedingungen in Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen oder Brandenburg. Regionale Netzwerke aus Waldbesitzern, Forstbetrieben und lokalen Abnehmern spielen dabei eine wichtige Rolle für Preisfindung und Verfügbarkeit.

Zusammenfassung

2026 ist der Holzmarkt in Deutschland geprägt von einer wieder anziehenden Nachfrage und regionalen Angebotsengpässen. Preisschwankungen betreffen verschiedene Holzarten unterschiedlich stark, wobei Nachhaltigkeitsaspekte zunehmend Einfluss gewinnen. Für den deutschen Markt bleiben Beobachtungen der regionalen Entwicklungen und die Einflüsse internationaler Rahmenbedingungen wesentlich, um Prognosen zur Preisentwicklung und Verfügbarkeit zu erstellen.