Brennholzpreise in Österreich 2026 – Übersicht und Fakten

Die Brennholzpreise in Österreich unterliegen 2026 Schwankungen, die von Holzart, Qualität, Feuchtigkeitsgehalt und regionalen Unterschieden beeinflusst werden. Diese Faktoren bestimmen maßgeblich die Kosten für die Nutzung als Heizmaterial und sind für Verbraucherinnen und Verbraucher relevant.

Brennholzpreise in Österreich 2026 – Übersicht und Fakten

Brennholzpreise verstehen

Die Brennholzpreise in Österreich werden in der Regel pro Raummeter (rm) angegeben. Ein Raummeter entspricht einem Kubikmeter gestapeltem Holz, inklusive der Lufträume zwischen den einzelnen Holzstücken. Die Preise verstehen sich meist netto, zu denen 13 % Umsatzsteuer hinzukommen, da dieser Steuersatz für Brennholz im Heizbereich gilt. Im Unterschied dazu unterliegen beispielsweise Rundholz oder Bauholz oft einem anderen Steuersatz.

Die Preishöhe variiert je nach Holzart, Qualität, Wassergehalt sowie der geografischen Lage des Anbieters. Die staatliche oder wirtschaftliche Lage kann zudem die Marktsituation und damit die Preisentwicklung beeinflussen.

Einflussfaktoren auf die Brennholzpreise

Holzart

Verschiedene Holzarten weisen unterschiedliche Brennwerte und Preisstrukturen auf. Laubhölzer wie Buche, Eiche oder Esche haben in der Regel einen höheren Brennwert, weshalb sie oft höher bewertet sind. Nadelhölzer wie Fichte, Kiefer oder Tanne sind in der Anschaffung meist günstiger, weisen jedoch eine niedrigere Dichte und damit einen geringeren Heizwert pro Volumeneinheit auf.

Qualität und Wassergehalt

Die Qualität des Brennholzes zeigt sich unter anderem im Wassergehalt. Frisch geschlagenes Holz hat in der Regel einen Feuchtigkeitsgehalt von über 40 %. Dieses Holz verbrennt ineffizient, erzeugt mehr Rauch und Schadstoffe und hat einen verminderten Heizwert. Getrocknetes Holz, idealerweise mit weniger als 20 % Feuchtigkeit, hat einen höheren Heizwert und sorgt für eine bessere Verbrennung. Der Wassergehalt wird oft durch eine längere Lagerdauer an der Luft (mindestens 1 bis 2 Jahre) reduziert.

Regionale Unterschiede

Die Brennholzpreise variieren in Österreich regional. Angebot und Nachfrage in den Bundesländern, Transportkosten sowie Verfügbarkeit beeinflussen die Preisgestaltung. Beispielsweise ist in waldreichen Regionen im Alpenraum tendenziell ein höheres Angebot vorhanden, was sich moderat auf die Preise auswirken kann. In urbanen oder weniger waldnahen Gegenden sind die Kosten für Brennholz teilweise höher.

Marktlage und saisonale Effekte

Die Nachfrage nach Brennholz ist saisonabhängig, mit stärkeren Kaufschwankungen vor und während der Heizperiode (Herbst bis Winter). Die wirtschaftliche Situation, Holzknappheit oder erhebliche Wetterereignisse, welche die Holzernten beeinflussen können, wirken sich zusätzlich auf die Preisentwicklung aus. Aktuell (2026) sind die Brennholzpreise in Österreich moderat bis leicht steigend zu beobachten.

Brennholzarten und typische Eigenschaften

Laubholz

Buche gilt als eines der beliebtesten Heizhölzer in Österreich. Es hat einen sehr hohen Brennwert, der etwa zwischen 4,1 und 4,4 kWh pro Kilogramm liegt. Die Stücke sind relativ schwer und brennen lang anhaltend, was eine gleichmäßige Wärmeabgabe ermöglicht. Eiche und Esche folgen in ihrer Verwendung, wobei Eiche als besonders langlebig brennendes Holz geschätzt wird.

Nadelholz

Fichte, Kiefer und Tanne sind in der Regel günstiger, weisen aber einen niedrigeren Brennwert auf (ca. 3,5 bis 4 kWh/kg). Sie brennen schneller ab und erzeugen teils mehr Harze und Ruß. Diese Holzarten sind wegen ihrer schnellen Verfügbarkeit und oft größeren Stückelung ebenfalls auf dem Markt präsent.

Typische Kosten in Österreich (2026)

Bei der Anschaffung von Brennholz sollten Verbraucherinnen und Verbraucher mit folgenden durchschnittlichen Kosten rechnen:

  • Basisoption (Nadelholz, frisch geschlagen): Ca. 45 bis 65 Euro pro Raummeter. Diese Variante wird meist mit höherem Wassergehalt geliefert und hat einen geringeren Heizwert.

  • Standardoption (getrocknetes Nadel- oder Laubholz mit ca. 20-25 % Feuchtigkeit): Ca. 80 bis 110 Euro pro Raummeter. Dieses Holz ist länger gelagert, besser geeignet für effizientes Heizen.

  • Premiumoption (hochwertiges, luftgetrocknetes Laubholz mit <20 % Feuchte): Ca. 110 bis 150 Euro pro Raummeter. Solches Holz bietet den besten Brennwert und verbrennt besonders sauber.

Die Preise variieren abhängig von Bundesland, Anbieter, Menge und Lieferbedingungen. Größere Abnahmemengen können logistisch günstiger sein, jedoch ist dies nicht immer der Fall.

Lagerung und Qualitätssicherung

Eine sachgemäße Lagerung ist entscheidend für die Qualität des Brennholzes. Holz sollte an einem luftigen, trockenen Ort gelagert werden, idealerweise unter Überdachung und auf einer Unterlage, die Bodenkontakt und Feuchtigkeitseinstau verhindert. So kann sich der Wassergehalt effektiv verringern.

Bei Kauf ist zu prüfen, ob das Holz gut abgelagert ist, mit möglichst kurzem Schnitt von der Lagerzeit zum Verkaufszeitpunkt. Ebenso ist große Vielfalt bei der Stückgröße zu beachten, da zu große oder zu kleine Scheite die Handhabung und den Verbrennungsprozess beeinträchtigen können.

Steuerliche Aspekte in Österreich

Brennholz, das als Heizmaterial verkauft wird, unterliegt in Österreich einem ermäßigten Umsatzsteuersatz von 13 %. Rundholz für gewerbliche Anwendungen oder als Bauholz unterliegt hingegen häufig dem regulären Steuersatz von 20 %. Für private Verbraucherinnen und Verbraucher ist dieser Steuerunterschied in der Regel bei den Preisen enthalten und beeinflusst die Endkosten.

Zusammenfassung

Die Brennholzpreise in Österreich 2026 sind von verschiedenen Faktoren geprägt. Holzart, Qualität, Wassergehalt sowie regionale Verfügbarkeiten und saisonale Schwankungen bestimmen die üblichen Preisspannen. Für Nutzerinnen und Nutzer von Brennholz als Heizmaterial ist es relevant, die unterschiedlichen Eigenschaften der Holzarten und die Qualität der Bereitstellung zu berücksichtigen. Sachgerechte Lagerung und Berücksichtigung steuerlicher Aspekte unterstützen eine effiziente Nutzung und Kostenabschätzung.

Eine fundierte Marktbeobachtung sowie der Vergleich mehrerer regionaler Anbieter helfen, den jeweils geltenden Preisrahmen besser einschätzen zu können. Dieser Überblick bietet eine Grundlage für eine sachliche und informierte Auseinandersetzung mit dem Brennholzmarkt in Österreich.